Origami
Schreibe einen Kommentar

Origami Jump von Hans-Werner Guth (inkl. PDF-Template)

Modell "Origami Jump" von Hans-Werner Guth

Was Origami betrifft bin ich mehr ein Fan von abstrakten Objekten als von figürlichen Modellen. Da war es kein Wunder, dass es mir der sogenannte „Origami Jump“ von Hans-Werner Guth besonders angetan hat, nachdem ich ihn durch Zufall gefunden hatte.

Das Design besteht aus einem modularen Objekt, welches sich aus zwei quadratischen Blättern zusammensetzt. Diese werden nach unterschiedlichen Mustern vorgefalzt, sodass man sie im zweiten Schritt übereinander legen und durch Umfalten des Überstandes verbinden kann. Hat man insgesamt sechs dieser Objekte zusammen, können diese an den Spitzen ineinander geschoben werden. Das Ergebnis kann man ja bereits im Eingangsbild betrachten, ein Objekt was die Definition schwierig macht, weil es irgendwo zwischen Kugel und Würfel liegt. Der Innenraum formt eine Aussparung, in die ein perfekter Würfel passen würde, während die runden Einbuchtungen dreieckige Aussparungen haben und so den Blick in den Innenraum freigeben.

Origami Jump in der Videoanleitung

Das schöne am Design und Konzept des „Jump“ ist, dass man mit relativ einfachen Mitteln ein komplexes Objekt formen kann. Im nachfolgenden Video erklärt Sara Adams von Happy Folding wirklich detailliert, mit welchen Mitteln man die Falzmuster selbst bemessen und einzeichnen kann und gibt hilfreiche Tipps für die anschließende Formung der modularen Objekte und das Zusammensetzen.


Da das Einzeichnen der Falzlinien für jedes Blatt einzeln erfolgt, sich an der Art der Markierung aber nichts ändert, kam mir der Gedanke, dass man dafür ziemlich einfach eine Vorlage für die Falzlinien erstellen könnte…

Origami Jump als PDF-Template

Auf Basis der Anleitung von Sara Adams habe ich eine druckbare Vorlage erstellt, die man auf das gewünschte Material drucken kann. Man muss die Vorlage zwei Mal ausdrucken um die insgesamt sechs benötigten Module zu erhalten.

Die Vorlage kann beliebig skaliert werden, auf DIN A4 gedruckt erhält man Quadrate mit 7 cm Kantenlänge und einen Jump mit ca. 8 cm Höhe.

Download PDF-Template

Nützliche Hinweise von Hans-Werner Guth

Bei der Recherche zum Objekt bin ich auf Google+ auf einige Hinweise vom Designer selbst zum Objekt gestoßen, die ich hier ungefiltert wiedergeben möchte (die Hinweise beziehen sich auf einen Jump, der aus Notizblockzetteln gemacht wurde und zusätzlich mit Kleber befestigt wurde):

1. Nicht unter 120g/qm Papier!
2. Nicht unter CD als Kreistool – es sei denn es ist Dein
dritter Jump!
3. Je nach Kreistool (Teller) bis zu 300g/qm!
4. Je größer das Ausgangsquadrat, desto unbedeutender
kleine Fehler beim Zuschnitt oder beim Falten.
5. ‚Glue is evel‘? Ich habe noch keinen Falter getroffen, der
das wirklich vertreten hat. Manche Objekte hängen bei
geöffnetem Fenster im Wind: Also?
6. Monate nach dem exakten Zuschnitt ist ein in Europa
produziertes 30x30cm Papierquadrat garantiert
29.8×30.2cm – oder … ähnllch.
Liegt am Produktionsprozess mit Rollen- und
Faserbeteiligung.
7. Wenn es schön ist, ist es egal ob es jemand als
Origami klassifiziert.
8. Allgemein zu Papier: Beim Falten: Papier verzeiht ’ne
Menge. Aluminium, Plastik, Holz, Eisen, Beton und Stahl
NICHT! Stoff verzeiht am meisten.

 

Mein eigener Origami Jump

Auf meinem Instagram-Account habe ich den Bau meines eigenen „Jump“ in meiner Story dokumentiert und gleichzeitig auch meine Vorlage zu getestet. Ich habe dafür ca. 160 g/qm starkes Transparentpapier genommen. Leider stellte sich später heraus, dass dieses Papier durch die besondere Struktur die starke Rundung nur bedingt mitmacht. Für den ersten Jump würde ich persönlich zunächst „normales“ Papier empfehlen, wenn man das Prinzip und seine Tücken kennt, kann man einfacher mit eher störrischen Materialien umgehen.

 

Hans-Werner Guth hat mir freundlicherweise die Erstellung und Veröffentlichung der Druckvorlage seines Designs gestattet. Hierfür möchte ich mich an dieser Stelle noch mal herzlich bedanken!
Kategorie: Origami

von

Seit mehr als 15 Jahren arbeite ich in verschiedenster Form mit Papier und bin dabei immer auf der Suche nach neuen, spannenden Anwendungen oder ungewöhnlichen Materialien. Dabei liegt mir immer die Herausforderung und das Ausprobieren von neuen Dingen am Herzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.