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Warum ich diesen Blog starte

Tasse Kaffe mit Aufschrift "Begin" auf einem Holztisch

Angefangen hat alles mit sehr einfachen Papiermodellen, um genau zu sein einem Darth Vader und zwei Stromtroopern. Da war ich 15, hatte die Modelle irgendwo online gesehen und nach etwas Suche die Vorlagen gefunden, ausgedruckt und innerhalb weniger Minuten zurecht geschnitten und zusammen gesteckt.

Erstes Erfolgserlebnis: Check!

Was dann folgte war im Prinzip eine kleine Reise durch alle Bereiche dessen, was man mit dem Material Papier im weiteren Sinne anstellen kann und ich an dieser Stelle nicht im Detail zeigen kann, da es einfach viel zu viel wäre.

Waren es am Anfang noch eher einfache Anleitungen, habe ich mich Stück für Stück an umfangreichere oder auch technisch aufwendigere Sachen gewagt.

Mechanisches Papiermodell eines Würfels

Mechanisches Papercraft (bekannt als „Gear Cube“) aus 12 Papier-Zahnrädern und einem Getriebe, ebenfalls aus Papier

Dazu zählten über die Jahre hinweg (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) modulare Lampen, teils mechanische Papiermodelle die mir den letzten Nerv geraubt haben, aber auch ganz klassischer Papiermodellbau. Die ersten wirklich eigenen Ideen habe ich mit Scherenschnitten oder Multi-Layer-Bildern umgesetzt.

Egal ob Größe, Form, Material, immer mehr wurde es mein Ziel, Dinge nicht nur nachzumachen, sondern auch besser zu machen, das Prinzip dahinter zu verstehen, um es nach meinen Wünschen anpassen zu können.

Dazu zählte immer auch sehr viel Recherche. Welches Material verwenden andere, wie genau wird dies oder jenes am besten zum Halten gebracht, warum sieht es nicht so aus wie es soll. Dabei wird klar, dass ich selbst (wie viele Menschen weltweit) immer darauf angewiesen war, dass jemand im Internet darüber schreibt, seinen Prozess darlegt, Hinweise gibt oder im Zweifelsfall auch einfach nur Bilder macht, aus denen man mit etwas Hirnschmalz Rückschlüsse für das eigene Problem ziehen kann. Ohne diese Unterstützung wäre es vermutlich bei Darth Vader und den Stormtroopern geblieben.

Der erste Versuch als Blogger

2016 habe ich zögerlich angefangen, über meine Projekte zu schreiben in Form eines Tumblr-Blogs. Der Gedanke war: Ich will auch meine Erfahrungen teilen, Inspiration für andere bieten und grundsätzlich Teil der Community werden, statt alleine im „dunklen Kämmerchen“ zu sitzen.

Leider wurde schnell klar, dass ich auf die falsche Plattform gesetzt hatte: Kommentieren können dort nur Tumblr-Nutzer, die Funktionen des Blogs sind sehr rudimentär und die Limitierung auf maximal zehn Bilder pro Beitrag stellte sich im Nachhinein bei eigentlich jedem Beitrag als ziemliche Qual heraus.

Und damit sind wir auch schon im Heute angelangt. Mittlerweile kann ich recht stolz behaupten, dass mich kein Projekt mehr so schnell schockt. Neben Papercraft ist in den letzten Jahren auch das Buchbinden zu meinen Leidenschaften hinzugekommen und neuerdings versuche ich das Medium Papier mit interaktiven Elementen, wie beispielsweise LED-Licht gesteuert durch Sensoren und Arduinos, zum Leben zu erwecken. Außerdem biete ich gelegentlich Workshops zum Thema Papier im Makerspace Bonn an.

Teilnehmer des Origami-Workshops im Makerspace Bonn

Origami-Workshop im Makerspace Bonn

Warum also dieser Blog?

Weil ich immer noch daran glaube, dass man durch geteiltes Wissen mehr erreicht, ich selbst habe davon über die Jahre in vielerlei Hinsicht profitiert. Aber auch, weil mir das Thema am Herzen liegt. Oft hört man Leute sagen: „Ich kann sowas garnicht, da habe ich nicht die Konzentration für und ich weiß ja auch überhaupt nicht wie das geht“. Und genau das möchte ich ändern, jeder kann selbst etwas mit Papier erschaffen und dabei muss es überhaupt kein kompliziertes Stück sein. Wer schon mal eine wirklich handgemachte Karte zum Geburtstag bekommen hat, weiß wie viel mehr Wert das ist als das perfekte aber x-beliebige Ding von der Supermarktkasse.

Und obwohl der erste Versuch ein ziemlicher Rohrkrepierer war, möchte ich einen neuen Versuch starten und hoffe natürlich zukünftig auf interessierte Leser und möglichst viele (gerne auch kritische) Kommentare.

Und übrigens: Wer in der Nähe von Bonn ist und gerne mal persönlich über Ideen, eigene Projekte oder Schwierigkeiten sprechen möchte, ich bin öfters Makerspace Bonn, wo man auch gemeinsam basteln kann 🙂

Kategorie: Random

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Seit mehr als 15 Jahren arbeite ich in verschiedenster Form mit Papier und bin dabei immer auf der Suche nach neuen, spannenden Anwendungen oder ungewöhnlichen Materialien. Dabei liegt mir immer die Herausforderung am Herzen.

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